DAS KLEINE GROSSE FESTIVAL

DAS FESTIVAL.
DAS OPEN AIR.

20. – 22. Juli 2017

Das Open Air Lumnezia ist ein Schweizer Open-Air-Musikfestival in Graubünden. Es findet alljährlich am zweitletzten Juli-Wochenende in der Val Lumnezia bei Degen statt. Das Openair Lumnezia startete als kleines, von der Jungmannschaft Lumnezia gegründetes Rockkonzert in Davos Munts bei Vattiz im Jahr 1985.

Mittlerweile ist das Open Air zu einem der grössten der Schweiz aufgestiegen. Es liegt mit über 18'000 Besuchern etwas hinter anderen Festivals. Durch die Limitierung der Geländegrösse konnte das Open Air nicht erweitert werden. Aus diesem und anderen Gründen wird das Openair seit 2006 in Degen durchgeführt.

Gratis-Shuttle

Bei uns lohnt es sich, das Auto zu Hause zu lassen und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen, denn zwischen dem Bahnhof Ilanz und dem Festivalgelände sowie Vrin und dem Festivalgelände verkehrt während des gesamten Openairs ein gratis Shuttle.

Die Shuttle-Haltestelle in Degen befindet sich kurz oberhalb des Dorfausgangs. Haltestelle markiert. (Keine Haltestelle im Dorfkern.)
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Öffnungszeiten

Kasse
Donnerstag, 20. Juli, 13.00 - ca. 24.00 Uhr
Freitag, 21. Juli, 9.00 - ca. 1.00 Uhr
Samstag, 22. Juli, 9.00  - ca. 1.00 Uhr

Bändeltausch Donnerstag
Am Donnerstag könnt ihr eure Bändel bereits am Bahnhof Ilanz tauschen. Unser Team ist ab 10 bis 17 Uhr für euch da.

Festivalgelände
Donnerstag, 20. Juli, 18.00 - ca. 3.00 Uhr
Freitag, 21. Juli, ab 9.00 bis Sonntag, 23. Juli, ca. 7.00 Uhr

Zeltplatz

Kosten: CHF 20.– pro Zelt.

Das Zelten ist zu folgenden Zeiten erlaubt:
Donnerstag, 20. Juli 2017, ab 13.00 Uhr bis Sonntag, 23. Juli 2017, 12.00 Uhr

Bitte nutzt beim Aufbau den vorhandenen Platz optimal aus; minimiert die Abstände zwischen den Zelten, damit möglichst alle Lumnezia-Fans einen Zeltplatz erhalten. Es besteht kein Platzanspruch.

Neu: CASHLESS-SYSTEM

Mit dem Cashless-System, machen wir deinen Festival Besuch einfacher und sicherer. Denn das Zahlen an den Getränke- und Foodständen erledigst du kurzerhand mit deinem Festivalbändel.

Spielregeln

Abfall

  • Jeder Festivalbesucher welcher den Zeltplatz benutzt muss bei seiner Ankunft einen Müllsack zu CHF 10.- kaufen.
  • Die Rückerstattung des bezahlten Depots von CHF 10.- erfolgt, sobald bei der Abreise der gefüllte Müllsack zusammen mit dem Jeton bei der offiziellen Müllsackrückgabe abgegeben wird.
  • PET-Flaschen müssen getrennt in den speziellen Containern entsorgt werden. Bitte helft mit, das Gelände sauber zu halten!

Alkoholausschank

  • Kein Alkoholausschank an Personen unter 16 Jahren.
  • Ausschank von Bier und Wein an Personen ab 16 Jahren.
  • Ausschank von Spirituosen und Mischgetränken an Personen ab 18 Jahren.
  • Das Personal darf Ausweiskontrollen durchführen (ID)

Bändeltausch

  • Tickets können am Haupteingang gegen einen entsprechenden Festival-Bändel eingetauscht werden.
  • Keine Rückerstattung und keine Übertragung möglich

Feuerstellen

  • Offene Feuer sind auf dem gesamten Festivalareal verboten.
  • Grillstationen, die keinen Landschaden verursachen sind erlaubt.
  • Einweggrills sind nicht erlaubt.

Foto-, Ton- und Videoaufnahmen

  • Audio- und Videoaufnahmen der am Festival auftretenden Bands sind nicht erlaubt.
  • Fotografieren für den privaten Gebrauch ist grundsätzlich gestattet.
  • Professionelle Fotoausrüstungen sind ohne Akkreditierung untersagt.

Fundsachen

  • Das OpenAir hat keinen Aufbewahrungsservice. Verbotene Gegenstände werden dem Besucher abgenommen und entsorgt.
  • Während des Festivals können Fundsachen am Informationsstand abgegeben bzw. abgeholt werden.
  • Nach dem Festival kannst du dich an info@openair-lumnezia.ch wenden

Gehörschutz

  • Wir halten uns an die bestehende Regelung betreffend maximaler Lautstärke
  • Zusätzlich verteilen wir beim Eingang, am Infostand sowie an den Verpflegungsständen gratis Gehörschutzpfropfen.

Getränke

  • Auf das Zeltgelände können Getränke nur in PET– oder Tetra-Gebinden. Maximal 3 Liter pro Person. Bierfässer sind in Depotgebinden ab 5 Liter Inhalt ebenfalls erlaubt.
  • Glas und Dosen sind auf dem gesamten Areal verboten.
  • Auf dem Festivalgelände können Getränke in Pet oder Tetrapaks (bis 0.5l) mitgenommen werden.

Hunde/Tiere

  • Tiere dürfen aus hygienischen Gründen nicht auf das Festivalgelände.
  • Ausserdem möchten wir keinem Tier die Lautstärke eines Open Airs zumuten.

Kinder/Jugendliche

  • Kinder bis und mit Jahrgang 2004 haben in Begleitung einer erwachsenen Person gratis Zutritt (Ausweispflicht).
  • Jugendliche bis und mit Jahrgang 2002 haben nur in Begleitung einer erwachsenen Person Zutritt (Ausweispflicht).

Menschen mit Beeinträchtigungen

  • Die Tribüne für Menschen mit Behinderung steht auch dieses Jahr wieder zur Verfügung. Du brauchst dafür keine speziellen Tickets.
  • Der Schlüssel für das Behinderten-WC befindet sich beim Samariter-Container

Parkplatz

  • Parkplätze sind gratis und befinden sich in der Nähe des Festivalgeländes.
  • Die Anzahl Parkplätze ist beschränkt.
  • Abgestellte Fahrzeuge, die den Verkehr behindern oder gefährden, werde auf Kosten des Fahrzeughalters abgeschleppt.
  • Übernachtung auf dem Parkplatz sowie jegliche Camping-Fahrzeuge sind nicht gestattet.
  • In Degen stehen Parkplätze für kleine Camping-Fahrzeuge zur Verfügung (VW-Bus etc.)
  • Für Camping-Fahrzeuge steht der Campingplatz Davos Munts zur Verfügung.

Selfie-Sticks

  • Selfie-Sticks sind aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt. Ausserdem möchten wir, dass alle freie Sicht auf die Bühne haben.

Zeltplatz

  • Provisorische Zeltbauten, sprich Aufbauten oder Zusatzabdeckungen sind nicht erlaubt. Kurz: Handelsübliche Zelte sind erlaubt
  • Hausrat wie Sofa und Polstersessel etc. bitte zu Hause lassen
  • Wohnmobile haben keine Zufahrt zum Festivalgelände
  • Abfall
  • Alkoholausschank
  • Bändeltausch
  • Feuerstellen
  • Foto-, Ton- und Videoaufnahmen
  • Fundsachen
  • Gehörschutz
  • Getränke
  • Hunde/Tiere
  • Kinder/Jugendliche
  • Menschen mit Beeinträchtigungen
  • Parkplatz
  • Selfie-Sticks
  • Zeltplatz

Die Bands am Open Air Lumnezia seit 1985

1985

Apaches
Bluesfinger
Zip Code
Hades
Alexy & Marcus
Mary’s Friends

1986

Tony Ashton
m. Flores
Sara Sahara
Remedy
Hades

1987

Slight Delay
The Cut
Magic Monks
Andromeda

1988

Ba-rock
X-Ray
Funny Hill
Jammin the Blues

1989

Headline
New Point
Tinta
Styl

1990

Wishbone Ash
Hades
Foolhouse
Royal Heads

1991

May Day
Laura & Her Tigers
Vitamin X
Span

1992

Este Rito
Girasol (Band)
Just Two
Hans
Taboo

1993

The Hype
Riddim Posse
Fessler INC
TNS
Stewe Whitney
Batruels Bluesmaschine

1994

The Shy guys
Snowy White
Scarcrow
Giovi & The Rubber Soul
The Hedgehogs
May Day
Obsidian
Erudits
Calcedon

1995

Funky Monks
Paulo Mendonça
Este Rito les sugerimos
Betterworld
Dänu Sigirst Band
Eaten and Smile
City Blossom
garrymchugin Band
Rock’ O‘Congo
laugh

1996

Neneh Cherry
Zebda
Raw Stylus
Georgia Satellites
Sens Unik
Wild Mango
Contrast Family
3rd stone from the sun
The Bob Color
Scarabäus

1997

Gotthard
Easy Walkers
Jazzkantine
Beverly Jo Scott
Candy Dulfer
Djam & Fam
Sina
Silent Majority
Bee Bee Honey
Martin Schenkel

1998

Angélique Kidjo
Marco Masini
Dog Eat Dog
Roger Chapman
Enrique Bunbury (Heroes del Silencio)
Lovebugs
Florian Ast und Florenstein
Span
Slicky Hamp & The Swing Cats
Days of Rain

1999

Manfred Mann’s Earth Band
Zap Mama
G. M. Sisters
Angry Dreams
Core22
Diabolics
Incognito
Shake
Freundeskreis
Medley
Lou Geniuz
Natacha

2000

Nina Hagen & Band
Vivid
Lovebugs
Björn Again
Subzonic
Polo Hofer & die Schmetterband
Mokka
Lunik
Solution
Strike
Luzi Buerkli & Band

2001

Reamonn
Die Happy
Chumbawamba
Living Colour
883
Gigi Moto
Dada (ante portas)
Cui Jian
Stiller Has
Jack Of All Trades
Cinquecento

2002

Züri West
De La Soul
Da Univerzal Playaz
Apocalyptica
Dave Stewart and Gary „Mudbone“ Cooper
Sportfreunde Stiller
Candy Dulfer
Gentleman
Abbazappa
Sina
Liricas Analas
Corin Curschellas

2003

Nek
Gianna Nannini
Jestofunk
Lovebugs
Patent Ochsner
Marla Glen
H-Blockx
Ivo
Stress
Nguru
Sektion Kuchikäschtli
Limited Edition

2004

Jimmy Cliff
Beginner
Die Happy
Brandhärd & TAFS & The Scrucialists
Plüsch
Oomph!
Dick Brave and the Backbeats
Ice-T
Lunik
Les Babacools
Breitbild
Cléan
No Future

2005

tonBand
Blusbueb
Se7en
Wir sind Helden
Gentleman
Vizioso
Open Season
Bagatello
Stress
Amplifier
Florian Ast
Stereo MCs
Orishas

2006

Skywards
Slunt
Breitbild
Beverley Knight
Skin
Saybia
Unused Pawnshop
Liricas Analas
Oropax
Curse
Mattafix
Patent Ochsner
Kosheen
Silbermond

2007

Flepp & Band
Kutti MC
Boundzound
The Yound Gods
2raumwohnung
The Rasmus
Helicobakter
Cigi & Straight outta mama
Gimma
Johnossi
Lunik
Polo Hofer & die SchmetterBand
Bloodhound Gang
Kelis

2008

Andarojo
Pete Philly & Perquiste
The Locos
Züri West
Pendulum
Live
Gulliver
Greis
Adrian Solo
Clueso
Sektion Kuchikäschtli
Kaizers Orchestra
HIM

2009

No Future
Kummerbuben
Patent Ochsner
Phenomden
Deichkind
Guano Apes
Plasma
La Pulqueria
Selig
Liricas Analas
Polarkreis 18
Culcha Candela
Stress

2010

N.E.R.D
Papa Roach
The Baseballs
Ska-P
Sens Unik
Le Peuple de l'Herbe
Bonaparte
Samy Deluxe
Open Season
Da Sign & the Opposite
Tawara Shen Kool
69 Chambers
11am

2011

TinkaBelle
Breitbild
K.I.Z.
Molotov
The Sounds
Skunk Anansie
Gustav & Les Black Poets
Bubble Beatz
77 Bombay Street
Adrian Stern
Karamelo Santo
Gentleman & The Evolution
The Roots

2012

Jan Delay & Disko No. 1
Example
Stress
Far East Movement
Wu Legends
Anti-Flag
Hilltop Hoods
Eluveitie
Tokyo Ska Paradise Orchestra
Katzenjammer
Liricas Analas
Stefanie Heinzmann
Bastian Baker
Nau

2013

The Hives
Public Enemy
The Boss Hoss
Maximo Park
77 Bombay Street
Yokko
Müslüm
Kraftklub
Woodkid
Hecht
Steff La Cheffe
Triggerfinger
Kool Savas

2014

Placebo
Kaiser Chiefs
Bligg
Vitalic
Tyler, The Creator
Irie Révoltés
Blood Red Shoes
Frittenbude
Anna Rossinelli
Famara
Plasma
Dabu Fantastic
Abby

2015

Mando Diao
2 Many DJs
Fettes Brot
Flogging Molly
Müslüm
Polyphone
Royal Riot
Satöry
Baba Shrimps
Bilderbuch
Lo & Leduc
Jeans For Jesus
Parov Stelar Band
Delilahs
From Kid
Klangkarussell
Pegasus
Rotfront
Torp

2016

The Kooks
Scooter
John Newman
Fritz Kalkbrenner
Wanda
Nickless
Manillio
The Subways
77 Bombay Street
Bad Religion
Millencolin
Dodo
Damian Lynn
Royal Riot
Liricas Analas
No Future
Delirious Mob Crew
Giganto & Mattiu
Marius Bär

MILESTONES

Die Initialzündung

Die Idee zum Open Air wurde fast zufällig geboren. Die Jungmannschaft aus Vella absolvierte damals, im Jahre 1984 ihre Vereinsreise in die Innerschweiz und besuchte dort ein Konzert im Freien. Angi Burri und seine Band waren musikalisch mit von der Partie und sie hinterliessen bei den Jugendlichen aus den Bündner Bergen wohl mächtigen Eindruck. Spontan entschloss man sich etwas in dieser Form auch in unserer Gegend zu organisieren.

Der Anfang

Aller Anfang ist schwer und das war bei unserem Open Air auch nicht anders. Mathias Derungs war damals Präsident der Jungmannschaft des Tales. Er trommelte die einzelnen Präsidenten der Dorfvereine zusammen und unterbreitete die Idee, ein «Open Air» in unserem Tal zu organisieren. Nach anfänglicher Skepsis fand man sich dann doch und es ging an die Arbeit. Mathias Derungs wurde als OK-Präsident nominiert und wurde so über viele Jahre Kopf der ganzen Veranstaltung. Die einzelnen Präsidenten der Jungmannschaften der verschiedenen Dörfer bildeten mehrheitlich das OK und übernahmen die verschiedenen Ressorts.

Das erste Open Air

Natürlich wurden Angi Burri und seine Band als Headliner verpflichtet. Dazu kamen noch weitere nationale Gruppen und einige lokale Bands zum Zug. Das Open Air wurde eintägig durchgeführt und Austragungsort war die Mulde in Davos Munts, oberhalb des Weilers Vattiz. Sogar ein Besucherzelt war bereits Bestandteil des ersten Open Airs. Das grösste Problem war damals auch bereits die Finanzierung des ganzen Spektakels obwohl das Budget nur gerade um die 30’000.- betrug. Emsig ging das gesamte OK zu allen im Tal ansässigen Firmen und Restaurationsbetrieben um Geld zu sammeln und damit die Finanzierung zu sichern. Das erste Open Air wurde gut organisiert und mit ca. 600 Besuchern war bereits ein beachtlicher Erfolg zu vermelden.

Die Nachfolgenden

Das zweite Open Air wurde in ähnlicher Weise wie das erste organisiert und der Erfolg blieb auch nicht aus. Rund 800 Besucher wohnten dem Open Air bei und auch die Presse war voll des Lobes über den jungen Spross am Open Air Himmel. Alles schien also in Butter zu sein und man organisierte voller Enthusiasmus das dritte Open Air. Einbrüche gehören zum Leben und so blieb natürlich auch unser Anlass davon nicht verschont. Am Samstag des Open Airs waren die Wetterverhältnisse katastrophal: Dauerregen und Hochwasser machten den Helfern zu schaffen. Die Strassen waren überschwemmt, die Zufahrtsstrassen zum Teil gesperrt oder unpassierbar. Nur gerade etwas über 200 Besuchern war es möglich, den Konzerten beizuwohnen. Finanziell schloss man natürlich sehr schlecht ab und der Mumm fortzufahren war logischerweise auf einem Tiefpunkt angelangt. Aber trotzdem: Man entschied weiter zu machen und der Erfolg blieb nicht aus. Bis zur 10. Ausgabe steigerte man sich kontinuierlich und bereits 2000 Besucher wohnten unseren Konzerten bei. Die Ausgabe im 1994 wurde erstmals zweitägig durchgeführt.

Die Wende

Bis im Jahre 1994 wurde das Open Air ausschliesslich von Mitgliedern der Jungmannschaften organisiert und durchgeführt. Jungmannschaften kennen eine Mitgliederaltersgrenze und somit schieden immer wieder altersbedingt gute und vor allem erfahrene Organisatoren aus dem OK aus. Dem wollte man entgegenwirken und somit wurde auf Initiative einiger Jugendlicher der «Verein Open Air Val Lumnezia» gegründet. Erster Präsident dieser neuen Gruppierung mit einzigem Ziel, das Open Air durchzuführen, wurde Alexander Casanova aus Lumbrein. Die Helfer rekrutierten sich weiterhin mehrheitlich aus den Reihen der Jungmannschaften. Auch finanziell griffen die Jungmannschaften dem neuen Verein unter die Arme und überliessen dem neugegründeten Verein ein Startkapital.

Die zweite Phase

Das 11. Open Air sollte in Davos Munts in gewohnter Manier durchgeführt werden. Auch die neuen OK- Mitglieder mussten ja ihre Erfahrungen sammeln. Unerwartet wurde uns der Platz in Davos Munts im Frühjahr 1996 gekündigt (das Projekt Badesee war bereit zur Realisation) und so musste man kurzfristig ein neues Gelände für die Durchführung finden. Glücklicherweise fand man einsichtige Landbesitzer und Pächter und somit auch eine gute Lösung in Cuschnaus. Das neue Gelände gab uns viel bessere Ausbau- und Vergrösserungsmöglichkeiten für das Open Air und es wurde auch ausgebaut, obwohl die ganze Sponsoring- und Marketingarbeit nur für das wesentlich kleinere Open Air in Davos Munts vorbereitet wurde. Logischerweise konnten wir die Besucherzahl stark steigern, jedoch bei weitem nicht in dem Ausmass wie wir es gehofft hatten. Der finanzielle Kollaps war somit vorprogrammiert und drohte uns zu erdrücken. Das Open Air durchlebte eine sehr kritische Phase und nur Dank des grosszügigen Engagements der Graubündner Kantonalbank als Hauptsponsor und einiger weiterer grosszügiger Sponsoren war es uns zu diesem Zeitpunkt möglich fortzufahren. Die gute und seriöse Arbeit seit den Anfängen hatte dem Open Air ein gutes Image verliehen.

Das Erfolgsrezept

Die nachfolgenden Jahre waren geprägt von stetigem Wachstum bis zur heutigen Größe. Uns war es jedoch immer ein Anliegen das Open Air in guter Qualität, in familiärer Stimmung und angenehmer Art zu gestalten. Gutes wurde beibehalten und Schwachpunkte wurden konsequent und stetig verbessert und teilweise sogar ausgemerzt. Wachstumsbedingt ergaben sich von Jahr zu Jahr neue Probleme, die neu angegangen werden mussten. Dabei muss wohl erwähnt werden, dass wir von echt schlechtem Wetter, grösseren Unfällen und Zwischenfällen bis heute verschont blieben. Des weiteren darf die Tatsache, dass über 300 Helfer und Vereinsmitglieder sich Jahr für Jahr für Aufbau, Realisation sowie auch Abbau und Reinigung des Geländes gratis zur Verfügung stellen, nicht unerwähnt bleiben. So viel Idealismus müsste eigentlich belohnt werden aber wir wissen alle, dass das Open Air auch heute noch, nur Dank diesem Idealismus durchführbar ist. Darauf sind wir stolz. Es lebe das Open Air Val Lumnezia.

Die dritte Phase

Die 22. Ausgabe des Open Air Lumnezia fand erstmals in der Ebene von Degen statt. Die Verlegung des grössten Open Air Graubündens von Cuschnaus nach Degen erfolgte vor allem aus den eingeschränkten logistischen Möglichkeiten am alten Standort. Mit der in den letzten vier Jahren erreichten Besucherzahl von jeweils rund 10’000 war die oberste Grenze in Cuschnaus aus topografischen Gründen erreicht. Eine Erweiterung bzw. Verbesserung der gesamten Insfrastruktur war nicht mehr möglich.

Das neue Gelände bietet die Möglichkeit das Festival qualitativ weiterzuentwickeln. Den unser Ziel ist es nicht, zu einem gigantischen Event zu mutieren. Es soll weiterhin das grosse Open Air im Kleinformat bleiben.